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Verbot von Zucker in Kindertees beschlossen

Verbot von Zucker in Kindertees beschlossen

Es gab nicht nur schlechte Nachrichten in den letzten Wochen: Am 15. Mai 2020 stimmte der Bundestag einem Zuckerverbot in Baby- und Kindertees zu. Ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen Übergewicht und Fettleibigkeit von Kindern, den Bundesernährungsministerin Klöckner forciert. Eine Entscheidung, die unser gesamtes TeeFee-Team laut jubeln ließ: „Endlich!“. Denn nach unserer Meinung sind zuckerfreie Getränke und Lebensmittel ein Muss für die gesunde Baby- und Kinderernährung.

In knapp sechs Monaten dürfen laut diesem Verbot keine gezuckerten Kindertees mehr in Supermarkt oder Drogerie verkauft werden. Heute sind bis zu 37 verschiedene Kindertee-Produkte im Handel erhältlich, die durch die Verwendung von Sirup oder anderen süßenden Zutaten einen hohen Anteil an Zucker und Kalorien enthalten. Was genau enthält das Zuckerverbot und welche weiteren Angaben finden Eltern zukünftig auf dem Etikett von Kindertee? Ich habe euch in diesem Artikel die wichtigsten Fakten einmal kompakt zusammengestellt. Viel Spaß beim Lesen!

Check: Darum geht es bei der Verordnung Zuckerverbot für Baby- und Kindertees

Leider werden bis heute noch immer Frucht- und Kräutertees für Säuglinge angeboten, die nicht den aktuellen Ernährungsanforderungen für eine gesunde Beikost entsprechen. In den Produkten befindet sich reichlich „versteckter“ Zucker, den Eltern unbewusst überlesen. Diesem Vorgehen wird mit dem Zuckerverbot nun ein Riegel vorgeschoben, um Babys und Kinder vor dem Verzehr von zu viel „freiem Zucker“ zu schützen. Als freie Zucker werden Einfach- und Zweifachzucker bezeichnet, die vom Körper schnell verstoffwechselt werden und somit den Blutzuckerspiegel stark ansteigen lassen. Süßende Zutaten wie Honig, Sirup, Fruchtsaft oder Fruchtsaftkonzentrate bestehen fast ausschließlich aus Einfach- und Zweifachzuckern.

Maßgebend dafür waren unter anderem Empfehlungen der Europäischen Gesellschaft für pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung (ESPGHAN), die besagen, dass Kinder im Alter von zwei bis 18 Jahren nicht mehr als 5 % ihrer Nahrungsenergie aus freien Zuckern aufnehmen sollten. Bei Babys und Kleinkindern unter zwei Jahren sollte dieser Wert noch geringer sein.

Das Zuckerverbot für Baby- und Kindertees des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft beinhaltet:

  • „Ein Verbot des Zusatzes von Zucker, Honig, Fruchtsaft(-konzentrat), Malzextrakt oder anderen aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnenen Sirupen oder Dicksäften zu Säuglings- und Kleinkindertees,
  • den verpflichtenden Hinweis an die Käufer und Anwender, dass bei der Zubereitung oder Verabreichung auf die Zugabe von Zucker und anderen süßenden Zutaten verzichtet werden soll,
  • die Kennzeichnungsvorgabe bezüglich des Alters, ab dem das Erzeugnis verwendet werden kann. Analog zum Mindestalter für die Einführung von Beikost beträgt dies mindestens vier Monate.“

Ab wann gelten die neuen Regelungen für Säuglings- und Kleinkindertee?

Nach Inkrafttreten der neuen Verordnung dürfen die gezuckerten Tee-Produkte für Babys und Kinder nur noch weitere sechs Monate hergestellt werden. Auch sind die Kennzeichnungen auf den Tee-Verpackungen an die aktuellen lebensmittelrechtlichen Vorgaben anzupassen. Anschließend dürfen nur noch Tees für Säuglinge und Kleinkinder produziert werden, die keinen zugesetzten Zucker oder andere Süßungsmittel enthalten. Sicher werden auch noch nach Inkrafttreten des Zuckerverbots gezuckerte Kindertees im Supermarkt-Regal stehen. Nach dem Abverkauf der vorhandenen Ware ist dann endlich Schluss mit dieser Kinder-Zuckerfalle! 

 

Neue Hinweise auf Kindertee-Verpackungen sollen Eltern wachsam machen

Gerade am Anfang der Beikost sind die Kleinen oft wählerisch und haben von Geburt an eine Vorliebe für den süßen Geschmack. Nicht selten greifen junge Eltern zu einem Löffel Honig oder Zucker, damit der Kräuter- oder Früchtetee dem Baby besser schmeckt. Schließlich soll es seinen Flüssigkeitsverlust ausgleichen und auch tagsüber genug trinken.

Die neue Verordnung enthält auch neue Hinweise für Eltern und Regelungen zur Kennzeichnung auf den Tee-Verpackungen. Eltern werden zukünftig darauf hingewiesen, in das fertige Teegetränk nicht zusätzlich Zucker oder andere süßende Zutaten einzurühren. Des Weiteren wird es eine Altersempfehlung auf den Verpackungen geben. Experten und Kinderärzte raten zum Beispiel zu einem Mindestalter von vier Monaten für Babytee.

Warum ist das Verbot von Zucker in Kindertees so wichtig?

Experten sind sich einig: Zahnkaries, Übergewicht und Adipositas sind die bitteren Folgen von einem hohen und häufigen Zuckerverzehr im Baby- und Kleinkindalter. Kinder gewöhnen sich von klein auf an den zuckersüßen Geschmack und lehnen später Wasser oder ungesüßten Kräuter- oder Früchtetee als gesunden Durstlöscher ab. Wie selbstverständlich greifen sie in späteren Kindheits- und Jugendphasen zu stark kalorienhaltigen Getränken wie Cola, Limo oder Saft. Die Spirale dreht sich weiter und das Risiko für Diabetes und Herzerkrankungen steigt.

Zucker in der Ernährung zu beschränken, ist nicht nur für eure Kinder eine sinnvolle Entscheidung.

Was haltet ihr von dem neuen Zuckerverbot in Kindertees?

Ich freue mich auf eure Kommentare!

Sonnige Grüße, eure TeeFee

 

Es ist nicht immer wie es scheint, …zuckerfrei bleiben wir aber immer #OhneKompromisse

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