Gesundheit

Nicht schon wieder Schnupfen! Unsere Tipps

Nicht schon wieder Schnupfen! Unsere Tipps

Immunsystem bei Kindern stärken

Manche Kindergartenkinder nehmen einfach alles an Erkältungskrankheiten mit was sie kriegen können. Dazu kommt das typische Herbstwetter. Beim Abholen der Kinder in der Kita stellt man also schnell fest: hier ist die Erkältungssaison schon in vollem Gang. Ehe man sich versieht, niest das eigene Kind ein, zwei, nein gleich fünf Mal und hustet immer wieder in der Nacht. Spätestens jetzt blickt man sich als Eltern nervös an, denn es ist klar: das Kind wird krank! Und meistens erwischt es die ganze Familie. Die Pläne für die kommende Woche sind also erstmal dahin. In unserem TeeFee Blog haben wir euch fünf Tipps zusammengestellt, wie ihr das Immunsystem eurer Kinder optimal für die Erkältungszeit vorbereitet.

Tipp #1: Hygiene hilft gegen Ansteckung

Laut den Erzieherinnen in unserer Kita sind die häufigen Infekte „ganz normal“. In der Tat muss sich das Immunsystem eines Kleinkinds erst einmal entwickeln. Jede Virusinfektion, die es durchmacht, hilft ihm dabei einen Schutz gegen Erreger aufzubauen. Experten halten acht bis zehn Infekte pro Jahr für Kleinkinder bis zum Schulalter als normal. Beim gemeinsamen Spiel mit anderen Kindern ist der Kontakt mit Viren unvermeidbar. Meistens ist der größte Spuk dann mit dem Eintritt in die Grundschule vorbei und die Erkältungen werden wieder weniger.

Damit sich Keime und Viren nicht im ganzen Haus verbreiten, sollte für alle die einfache Regel gelten: Händewaschen, wenn ihr von draußen reinkommt! Hilfreich um Ansteckungen zu vermeiden ist des Weiteren, in die Armbeuge und nicht in die Hand zu niesen. Dies kann man spielerisch mit kleinen Kindern üben. Regelmäßiges Lüften der Wohn- und Schlafräume hilft ebenfalls dabei das Ansteckungsrisiko zu verhindern. Drei- bis viermal tägliches Stoßlüften wird von Fachleuten empfohlen. Handtücher, Bettwäsche und Waschlappen solltet ihr jetzt lieber bei 60 Grad waschen, um die Erkältungsviren abzutöten und häufiger wechseln. Eure Mini-Patienten möchten natürlich umsorgt und gekuschelt werden. Gegen einen Schmatzer ist nichts einzuwenden, denn auch positive Gefühle stärken die Abwehrkraft.

Tipp #2: raus bei jedem Wetter!

Ihr könnt das Immunsystem eurer Kinder trainieren, in dem ihr euch täglich mindestens eine Stunde draußen bewegt. Wind und Wetter stärken die Körperabwehr. Das kostet zwar an manchen verregneten Tagen zunächst Überwindung. Warm eingepackt in Overall oder Matschanzug stiefeln die Kleinen dann doch mit Elan los und gehen mit Mama und Papa auf gemeinsame Entdeckungstour. Sei es nur eine kurze Runde durch den Park oder eine Stunde auf dem Spielplatz in der Nachbarschaft. Nicht nur die frische Luft, sondern auch die Sonneneinstrahlung sind wichtig für eine starke Körperabwehr. Bewegt ihr euch viel draußen bei Tageslicht wird im Körper Vitamin D freigesetzt, welches das Immunsystem stimuliert. Und umso leckerer schmeckt anschließend eine heiße Tasse Tee, eingekuschelt auf der Couch mit dem Lieblingsbilderbuch!

Tipp #3: gesunde und leichte Kost

Ist euer Kind verschnupft, fühlt sich nicht gut und hat vielleicht erhöhte Temperatur wird es vermutlich nicht viel Appetit haben. Der Körper spart sich so seine Energie, damit das Abwehrsystem ganze Arbeit leisten kann. Diese sinnvolle Strategie könnt ihr mit einer leicht verdaulichen und ausgewogenen Ernährung unterstützen. Milchprodukte und zuckerhaltige Lebensmittel fördern die Bildung von zähem Schleim in den oberen Atemwegen. Sie sollten besser gemieden werden. Wohltuend sind Kräuter- und Früchtetee, bei Husten gerne mit einem Schuss Honig versehen. Honig wirkt beruhigend auf die gereizten Schleimhäute und hilft dabei den festsitzenden Schleim zu lösen. Leichte Reis-Gemüsegerichte, Suppen und Kraftbrühen sowie jede Menge Obst sollte jetzt auf den Tisch kommen. Weitere Tipps für eine gesunde Ernährung eures Kleinkinds findet ihr auch in unserem Beitrag „Stark wie ein Tiger!“ im TeeFee Blog.

Tipp #4: abwarten und Tee trinken

Gerade fiebernde Säuglinge und Kleinkinder sollten reichlich trinken, damit es nicht zu einer gefährlichen Dehydratisierung kommt. Schlechtes Trinken kann sonst schnell zu einer Austrocknung führen, die eine Infusion in der Klinik notwendig macht. Daher empfehlen Experten schon bei den ersten Anzeichen einer Erkältung auf eine ausreichende Trinkmenge zu achten. Krankheitskeime werden so schneller wieder aus dem Körper ausgespült und der kindliche Organismus mit Flüssigkeit versorgt. Der Schleim im Nasen- und Rachenraum wird flüssiger und kann leichter abfließen. Das Abhusten und Naseputzen fällt eurem Kind so wieder leichter.

Tipp #5: viel schlafen und ausruhen

Normalerweise merkt man es schnell, wenn das Kind etwas ausbrütet. Oft sind sie sehr müde und haben nicht viel Ausdauer beim Spielen und Toben. Dann solltet ihr bewusst Ruhepausen einführen oder euch gemeinsam einen Mittagsschlaf gönnen, auch wenn der eigentlich gar nicht mehr gemacht wird. Aber auch gemeinsam ein Buch anschauen, ein Hörspiel anhören oder kuscheln eignen sich dafür. Die Entspannung hilft dem Immunsystem bei der Abwehr von Krankheitserregern und gibt dem Körper neue Energie. In einem gut gelüfteten Kinderzimmer mit einer Temperatur von maximal 18 Grad schläft es sich besonders gut. Für Kinder bis 6 Jahre sind ca. 10-12 Stunden Schlaf pro Tag ideal.

Wichtig:

Egal, ob ihr eine Erkältung mit Medikamenten oder natürlichen Hausmitteln behandelt: die Heilung braucht ihre Zeit. Mit einem bärenstarken Immunsystem lässt sich jedoch die Dauer der Krankheit verkürzen und der Verlauf abmildern. Bei mehrtägigem Fieber und Symptomen, die länger als eine Woche andauern, solltet ihr unbedingt euren Kinderarzt kontaktieren und schnellstmöglich einen Termin bei ihm vereinbaren.

Ihr Lieben, bleibt gesund und genießt die farbenfrohen Herbsttage! Wir freuen uns über eure Kommentare und Fragen zum Thema bärenstarkes Immunsystem.

Autorin: Iris Straron

Quellen: WELT.DE | FAZ.NET | Das Buch „Naturheilkunde für Kinder“, AT Verlag, 2009, Autoren Friedemann Garvelmann und Susanne Alber-Jansohn

Bildquelle: unsplash.com