Feenstaub & Konfetti

Bitterer Zuckerkonflikt der Generationen

Bitterer Zuckerkonflikt der Generationen

Großeltern und ihre Enkel: Das ist die ganz große Liebe! Wir als Eltern sind mehr als dankbar, dass wir sie haben. Viele sind heute fit, haben eine Engelsgeduld mit unseren Kleinen und lesen gerne auch zum zehnten Mal die Lieblingsgeschichte mit dem kleinen Wicht vor. Allerdings gibt es, wie in jeder Familie, auch bei uns Themen, die schon mal den ein oder anderen Streit vom Zaun brechen. Ein beliebter Aufreger auch wieder in der Osterwoche: Das Verwöhnen der lieben Kleinen mit Zucker.

Wieso muss das sein? Woher kommt es, dass es Großeltern und Zucker anscheinend nur im Doppelpack gibt? Und was könnt ihr tun um sie dafür zu sensibilisieren? Inspiriert hat uns das Buch „Zuckerfrei mit Kindern“ von Elisa Täufer und Loreen Eiffler. Das Buch bietet 70 tolle und zuckerfreie Rezepte, die der ganzen Familie schmecken und liefert jede Menge wertvolle Tipps für den zuckerfreien oder-armen Alltag mit Kindern. Unbedingt mal reinlesen!

# Großeltern & Zucker: Omas Liebe geht durch den Magen

Es ist jedes Mal das Gleiche: Kaum betritt unser Junior das Haus der Großeltern folgt: „Oma, ich habe so einen Hunger!“ Dabei ist es völlig egal wie lange die letzte Mahlzeit zurückliegt. Eine halbe Stunde oder drei Minuten. Es scheint als gäbe es bei uns zuhause einfach nichts zu essen für das Kind.

Oma hat gleich etwas Leckers griffbereit. Hier ein paar Lieblingskekse, da ein Eis oder ein Stück Erdbeerkuchen. Natürlich mit extra viel Sprühsahne. Das Verwöhnprogramm ist gestartet. Mein Kind wird sich nun den ganzen Nachmittag wie die kleine Raupe nimmersatt durch zuckerhaltige Leckereien mampfen. Oma und Kind strahlen. Ich raufe mir die Haare. Versuche unsere gesunde und vorwiegend zuckerfreie Kinderernährung beherzt zu verteidigen. Warum ist das so schwer?

Omas vergessene Generation

Eure Eltern mussten die schreckliche Zeit nach dem Krieg als Kind miterleben? Dann wissen sie nur allzu gut wie es sich anfühlt Hunger leiden zu müssen. Verzicht für die gesamte Familie stand auf der Tagesordnung. Zucker und süße Lebensmittel waren etwas ganz Besonderes, die es nur zu ausgewählten Anlässen gab. Dann wurden Zuckerklümpchen fair mit den Geschwistern aufgeteilt. Oder an einer Tafel Schokolade mehrere Wochen genascht. In Gesprächen mit unserem Opa wurde mir nach und nach bewusst, wie sehr ihn diese Zeit in Bezug auf Nahrung geprägt hat.

Das Problem für Großeltern: versteckten Zucker in Lebensmitteln erkennen

Wir haben es ausprobiert. Und konnten es bis auf ein paar wenige Ausnahmen wunderbar durchziehen. Am Anfang der Fastenzeit schaute die Oma mich vorwurfsvoll durch ihre Brille an und stöhnte: „Doch nicht auch die Kinder, oder? Aber hier die Capri Sonne, die geht doch!“ Dass sich gerade in vielen Getränken Zucker versteckt, scheint leider vielen Großeltern immer noch nicht bewusst zu sein. Kein Wunder. Schließlich taucht er unter verschiedenen Namen wie beispielsweise Fruktose oder Dextrose in der Zutatenliste auf.

Überhaupt: zuckerfrei leben mit Kindern – für Großeltern anscheinend immer noch ein No-Go! Schon im Alter von 7 Monaten gab es deshalb strenge Blicke. Unsere Babys sollten jeweils die ersten zwei Jahre keine zuckerhaltigen Lebensmittel bekommen. Beim Füttern des ersten Abendbreis musste ich auf einen Kommentar der Schwiegermama nicht lange warten. „Da muss noch Zucker dran, sonst schmeckt der nicht!“

Wieso können Oma und Opa die Kleinen nicht einfach mit Vorlesen, einem Ausflug zum Spielplatz oder einer kleinen Bastelei „belohnen“? Warum ist immer Zucker im Spiel? Das einzige was uns geholfen hat, sind Aufklärung und klare Familienregeln. Oma und Opa haben sich drauf eingelassen. Natürlich vergessen sie hin und wieder gerne einiges davon. So erklären sie mir ihre Schusseligkeit auf alle Fälle immer 😉

# Großeltern können Übergewicht bei Kleinkindern begünstigen

Niemand unterstellt Oma und Opa böse Absichten. Dennoch solltet ihr ihnen deutlich machen, dass eine gesunde Kinderernährung besonders in den frühen Lebensjahren wichtig ist, um auch im Jugend- und Erwachsenenalter nicht übergewichtig zu werden. Studien zeigen, wie zum Beispiel die UK Millennium Cohort Study, dass von Oma betreute Kleinkinder häufiger übergewichtig sind als Kinder mit KiTa Platz.

Schon in der Schwangerschaft werden die Weichen für eine gesundes Lebensweise gelegt. Experten sprechen von der metabolischen Programmierung des kindlichen Stoffwechsels. Geprägt durch die frühe prä- und postnatale Ernährung des Kindes sowie den mütterlichen Lebensstil. Und natürlich das tägliche „Füttern“ mit Zucker und anderen kalorienhaltigen Lebensmitteln durch Betreuungspersonen. Und dazu zählen natürlich auch die Großeltern. Sie nehmen in Zeiten einer landesweiten Kita-Krise eine tragende Rolle bei der Kinderernährung von unter 3-Jährigen ein.

# So klappt eine zuckerfreie Ernährung mit Oma & Opa – die besten Tipps von Fräulein Immersatt:

Elisa: "Süßes muss nicht immer Zucker sein! Wir zeigen dir, wie süß die Welt auch ohne Zucker schmeckt!"

1.) Bye-bye Fertigprodukte: Omas & Opas, es wird frisch gekocht! Die schmackhafte Tomatensoße muss nicht aus der Tüte kommen.

2.) Kleine Snacks wie Trockenobst, Nüsse oder auch frisches Obst sind schnell vorbereitet und ein Highlight für die Kleinen.

3.) Nachtisch muss nicht zuckersüß sein. Joghurt und leckeres Obstmark sind die bessere Alternative und schmecken auch den Großeltern.

4.) Backe, backe Kuchen - was gibt es Schöneres als mit den Enkeln zu backen? Leckere Kekse und Kuchen haben wir für euch in unserem Rezeptbuch parat. So gelingt ein zuckerfreier Nachmittag.

5.) Der liebe Osterhase darf gerne bunte Eier bringen. Kleiner Tipp: lieber gemeinsam Eier anmalen oder zusammen etwas Kleines basteln. Zeit zusammen zu verbringen ist doch eh viel schöner als „nur“ Zucker zu verschenken.

 

Achtung: Wir verlosen das zauberhafte Buch von Fräulein Immersatt im Zeitraum vom 29. April – 1. Mai auf unserem Instagram Account. Schaut also regelmäßig bei uns vorbei damit ihr keine News und Aktionen verpasst!

Zauberhafte Grüße, eure TeeFee

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