Feenstaub & Konfetti

Umgang mit Medien: TV, iPad und gesunde Alternativen für Kinder

Umgang mit Medien: TV, iPad und gesunde Alternativen für Kinder

(Kooperationsbeitrag) Früher war so einiges einfacher. Peter Lustig sagte am Ende seiner Sendungen immer: „Und jetzt abschalten.“ Selbst die kleinsten Kinder verstanden: Jetzt ist Schluss mit der Flimmerkiste! Für Eltern ein Segen. Und heute? Bildschirme überall. Durchschnittlich schauen Kinder im Alter zwischen drei und 13 Jahren täglich 90 Minuten TV. Eltern fühlen sich beim Thema Medienerziehung oft allein gelassen.

Wie verarbeiten Kinder gesehene Inhalte im Internet und Fernsehen überhaupt? Was ist das richtige Maß und welche gesunde Alternative gibt es? Es ist absolut richtig, die Mediennutzung eurer Kinder immer wieder kritisch zu hinterfragen. Mein neuer Blogbeitrag soll euch dabei unterstützen, zukünftig auch in diesem Eltern-Thema sattelfest zu werden. Für weniger Frust und Tränen im Familienalltag!

# Kinder & Medien: das sollten Eltern wissen

Kindern einen maßvollen Umgang mit Medien beizubringen, stellt Eltern vor eine große Herausforderung. Ein Stressthema in vielen Familien, das nicht selten zu Tränen führt. Am Nachmittag wird lauthals protestiert. Nur noch eine Folge der Lieblingsserie. Oder eine halbe Stunde länger auf dem Tablet spielen. Dazu der zauberhafte Augenaufschlag der Kleinen. Schon schmilzt das gefühlsduselige Elternherz dahin.

Jüngere Kinder lassen sich gerne vor dem TV berieseln

Nicht selten flimmert schon ab 6 Uhr morgens der Fernseher. „Endlich sich in Ruhe für die Arbeit fertigmachen.“ „Das Kind ist müde und quenglig. So kann ich in Ruhe meinen Kaffee trinken.“ Viele Sendungen sind schon für die Allerkleinsten konzipiert, so dass sie den Geschichten folgen können und gespannt vor dem Fernseher sitzen bleiben. Bis Mama und Papa fertig sind. Im Anschluss geht es direkt in die Kita. Dazwischen bleibt kaum Zeit, sich über das gerade „Erlebte“ mit den Eltern auszutauschen. Laut einer Erhebung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus 2010 schauen Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren im Schnitt 82 Minuten pro Tag fern.

# Medienkonsum bei Kindern: die Fakten

Packen wir uns mal an die eigene Nase: Smartphone und Tablet haben uns gut im Griff. Stolze 3,25 Stunden pro Tag verbringen Erwachsene damit, Mails oder News in ihren Sozialen Medien zu checken. Das Handy saugt immer mehr unsere Aufmerksamkeit ein. Und auch unsere Kinder kommen immer früher mit digitalen Medien in Berührung.

Klar, Medien machen Spaß und unterhalten. Eine schöne Abwechslung im Alltag. Doch sollten bei den Kleinen eher kindgerechtes Lernen im Mittelpunkt stehen, wenn sie sich mit Tablet & Co beschäftigen. Dank der leichten Bedienung und den vielfältigen Kinder App Angeboten werden Tablets immer beliebter bei Kindern. Die Ergebnisse der Kinder Medien Studie 2018 bestätigen den digitalen Wandel im Wohn- und Kinderzimmer.

Die Befragung basiert auf Gesprächen mit 3.300 Eltern und Kindern. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass ein Drittel der 7-Jährigen heute bereits ein eigenes Smartphone besitzt. Bei den 13-Jährigen erhöht sich dieser Anteil auf 92 Prozent. Jedes zweite Kind im Alter zwischen 8 und 9 Jahren wünscht sich ein eigenes Handy. Auch Laptop und Tablet stehen ganz oben auf der Wunschliste.

Auch Radio und Hörmedien stehen hoch im Kurs bei Kindern im Vorschulalter. 83 Prozent der vier bis fünfjährigen hören gerne Kindermusik, Radiosendungen, Hörspiele und -bücher. Bei den 10 bis 13-Jährigen sind es sogar 91 Prozent. (Quelle: Verband privater Medien e. V.)

Welche Richtlinien gelten für die Mediennutzung bei Kindern?

Im Jahr 2016 haben kanadische Experten folgende Richtwerte für Kinder pro Tag definiert:

  • mindestens eine Stunde Bewegung
  • maximal zwei Stunden Medienkonsum am Bildschirm
  • zwischen neun und elf Stunden Schlaf pro Nacht

Hmm. Ihr werdet es wohl ahnen: Heute erfüllt kaum noch ein Kind diese empfohlenen Vorgaben.

# Wie verarbeiten kleine Kinder Fernseherlebnisse?

„Wie soll und will ich als Kind sein?“ Diese Frage beschäftigt Kinder rund um die Uhr. Durch das Ausprobieren, selbständige Erforschen ihrer Umwelt und dem Nachahmen der Eltern entwickeln Kinder ihre eigene Persönlichkeit. In ihren unterschiedlichen Entwicklungsphasen erlernen sie soziale Verantwortung und bekommen eine Vorstellung von ihrem „Ich“.

Ihre Fernseheindrücke müssen Kinder verarbeiten. Oft spielen sie Geschichten nach oder parodieren die Lieblingsfiguren im freien Spiel. Das solltet ihr unbedingt zulassen. Auch wenn es mit „Jakari“ oder anderen Helden schon mal etwas wild zu Hause wird. Kleinen Kindern fällt es aufgrund des begrenzten Wortschatzes schwer das Erlebte mitzuteilen. Daher kann es schnell zu Tränen kommen, wenn sie sich von der Fülle an visuellen und akustischen Eindrücken überfordert fühlen.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass meine Tochter regelmäßig in Tränen ausbrach, wenn Lauras Stern wieder in den Himmel aufstieg. In meinen Augen war die niedliche Sendung für meine kleine Vierjährige absolut kindgerecht. Aber sie sah die Folge mit komplett anderen Augen.

Da meine Tochter die Serie dennoch liebte, wechselten wir zu den Hörspielen. Und siehe da: Meine Kleine lauschte aufmerksam und völlig entspannt Lauras Abenteuern. Selbst kurz vor dem Einschlafen klappt alles problemlos. Schlechte Träume gab es auch nicht. Vielleicht war Fernsehen für mein sensibles Kleinkind einfach noch zu aufregend? Wir entschieden uns dazu, zukünftig einen Teil des Fernsehkonsums auf Hörspiele und -bücher zu verlegen. Warum sind Hörmedien für kleine Kinder eine bessere Alternative zum Fernsehen?

# Vorteile von Hörmedien gegenüber Fernsehsendungen

  • Kinder können sie in der Regel selbst bedienen
  • Sie bestimmen selbst, welche Geschichte sie in welcher Stimmung anhören möchten
  • Im Kinderzimmer schaffen Hörspiele eine angenehme Atmosphäre, in der sich die Kinder jederzeit gerne zurückziehen
  • Sie erschaffen schöne Gefühle und Hörerlebnisse
  • Überbrücken Langeweile
  • Die Fantasie des Kindes wird gefördert
  • Das Kind taucht in seine eigene „Hörwelt“ ab
  • Hör-Geschichten fördern die Konzentrationsfähigkeit der Kinder
  • Werden gerne als Nebenbei-Medium genutzt, zum Beispiel zum Spielen oder Einschlafen
  • Befriedigen verschiedene Bedürfnisse, nach Wissen, Spaß oder Unterhaltung
  • Unterhalten Kinder in eher langweiligen Situationen wie Autofahren oder das Warten im beim Arzt
  • Eltern können „mithören“ und erfahren, welche Themen das Kind aktuell beschäftigt
  • Die Sprachentwicklung wird gefördert, Töne und Stimmen werden besser aufgenommen und verarbeitet
  • Der Wortschatz des Kleinkindes wird ausgebaut

Da unser CD-Player schon nach einiger Zeit leider den Geist aufgab, haben wir uns eine der tollen Tonieboxen gekauft. Gefiel dem Kind, mir und meinem Mann auf Anhieb richtig gut. Was ist das Besondere? Schauen wir uns die Toniebox einmal genauer an.

# Toniebox: die gesunde Alternative für Kinder

Die Box wurde speziell für Kinder ab drei Jahren entwickelt. Der weich gepolsterte Würfel kommt ohne komplizierte Knöpfe aus und lässt sich intuitiv bedienen. An der Oberseite schauen neugierig zwei kleine Ohren hervor. An den Ohren können die Kinder durch Drücken leicht die Lautstärke selbst regulieren. Stellt das Kind einen Tonie auf die Box, wird eine Geschichte zum Beispiel von Jakari, Benjamin Blümchen oder Bibi Blocksberg automatisch abgespielt. Es gibt auch Kreativ-Tonies, die ihr selbst mit Musik, gesungenen Liedern oder Geschichten füllen könnt. So können eure Minis mit vertrauten Stimmen, Melodien und Geräuschen einschlummern, selbst wenn ihr selbst mal auf Dienstreise seid.

Vorteile der Toniebox:

  • Der Würfel ist sehr strapazierfähig und wasserabweisend
  • Überlebt auch schon mal den ein oder anderen Sturz
  • Ist kabellos und kann so überall mit hingenommen werden
  • Keine Kanten und Ecken, an dem sich kleine Kinder verletzen können
  • Hochwertig verarbeitet
  • Verfügt über einen Kopfhörer-Anschluss, zum Beispiel für entspannte Fahrten in den Urlaub
  • Gute und natürlicher Sound
  • Der Speicher bietet Platz für bis zu 500 Stunden Hörspiel-Spaß
  • Die Kreativ-Tonies können auch in eurer Muttersprache besprochen werden (Stichwort bilinguale Erziehung)
  • Heruntergeladene Geschichten können zu jedem Zeitpunkt offline angehört werden

Wie werden Kreativ-Tonies bespielt?

Wünscht sich euer Kind mehr Abwechslung zu seinen Lieblings-Helden wie Conni oder Janosch, habt ihr die Möglichkeit die Kreativ-Tonies mit eigenen Audio-Dateien zu bespielen. Dazu benötigt ihr nur die Tonie-App und ein Account für die Toniecloud. Beides ist gratis und technische Voraussetzung, um die gewünschten Audio-Dateien auf eurer eigenen Toniebox abspielen zu können. Um die App und Cloud nutzen zu können, müsst ihr lediglich eure E-Mail-Adresse und ein Passwort angeben.

Besitzer mit Android-Smartphone können die Dateien sogar direkt in die Tonie-App laden. Funktioniert echt kinderleicht und sollte auch Oma und Opa problemlos gelingen. Ansonsten einfach noch einmal in einer ruhigen Minute erklären.

Was sind eure Alternativen zu Fernsehen, Tablet & Co?

Wie habt ihr ein gutes Maß

für die Mediennutzung gefunden?

Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Zauberhafte Grüße, eure TeeFee

 

Bildquelle: https://www.instagram.com/themomdiaries.ch/

Weitere Infos

18.Sep.2019

Wir haben eine Toniebox für unsere Große und sind sehr zufrieden. Sie hört sehr gerne die Hörspiele und kann sie aufgrund der Einfachheit alleine bedienen. Bald wird eine für unsere Kleine folgen, da diese genau so fasziniert von diesen kleinen Figuren ist, die tolle Geräusche machen.
Ich denke bei der Mediennutzung braucht man ein gutes Maß. Komplett fern halten bringt gar nichts, da sich die Kinder schon im Kindergarten über sowas unterhalten und wer nicht mitreden bzw. im Rollenspiel mit spielen kann, ist raus.
Bei uns läuft der Fernsehr sehr selten, aber gerade letzte Woche war unsere Georg extrem krank und da lief er schon das eine oder andere Mal. Ich persönlich mache mich mit dem Thema nicht verrückt. :-)

Kerstin

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