Feenstaub & Konfetti

Zuckerfreies Leben: Der Versuch lohnt sich!

Zuckerfreies Leben: Der Versuch lohnt sich!

Ihr kennt es sicher nur allzu gut: „Mamaaa, darf ich ein Eis?“ Schon gefühlt zwei Minuten später: „Mama, ich habe Lust auf Gummibärchen?“ Kinder und Süßigkeiten scheinen unzertrennlich zu sein. Klar, wer liebt sie nicht, die süßen Leckereien? Wir konnten selbst als Kinder häufig nicht genug davon bekommen. Früher hieß es dann einfach: „Ach, das verwächst sich wieder!“ oder „Die sind doch auch den ganzen Tag in Bewegung!“. Das mag sicher auf das ein oder andere Kind zutreffen. Doch langfristig gesehen ist ein hoher Zuckerkonsum für die kleinen Naschkatzen extrem schädlich. Sie gewöhnen sich eine ungesunde Ernährung an und werden nach Süßkram regelrecht süchtig. Bei den Hauptmahlzeiten sitzen sie appetitlos bei Tisch, schlafen schlecht und sind tagsüber meistens launisch. Besonders zuckerhaltige Getränke wie Säfte, Cola und Limonaden werden dabei schlichtweg als Zuckerfalle übersehen. Wie könnt ihr den Teufelskreislauf unterbrechen?

Alles nur wegen Zucker: Wutanfälle und Gejammer ohne Ende

Die Minis wissen ja genau, wie sie einen mit nur einem Wimpernschlag verzaubern können. Das kennen sicher alle Eltern. Aber an manchen Tagen läuft das Fass einfach über. Ob beim Einkaufen im Supermarkt oder in der heimischen Küche: Spätestens, wenn Euer Herzenskind einen Tobsuchtanfall bekommt, weil ihr ihm eine Süßigkeit verweigert, solltet ihr über die Änderung von ein paar Gewohnheiten nachdenken. Auch ich musste hier letztens den Schlussstrich ziehen, nachdem sich die Kids einfach ungefragt am Fach mit den Süßigkeiten nach Lust und Laune schon vor dem Frühstück bedienten. Zum Glück ist es nie zu spät wieder alles auf die richtige Bahn zu lenken und bewusst weniger Zucker auf den Speiseplan zu setzen.

Ohne Zucker keine Lebensfreude?

Der Coca-Cola Report von foodwatch bringt es auf den Punkt: Schon eine Dose Cola pro Tag fördert nachweislich Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes und Karies. Dabei suggeriert der Konzern in seinen Marketingkampagnen, dass das Leben nur mit seinen Coca-Cola Produkten Freude und Spaß macht. Die Werbebotschaften erreichen via bekannter YouTube-Stars gezielt Kinder und Jugendliche. Na und die lassen sich davon natürlich bei ihrer Kaufentscheidung deutlich beeinflussen. Die „leeren“ Kalorien von zuckerhaltigen Getränken haben in der Kinderernährung nichts zu suchen. Sie sättigen nicht und enthalten keine wichtigen Nährstoffe, die der kleine Körper verwerten kann. Das foodwatch Team fordert, das an Kinder gerichtete Influencer Marketing sofort zu stoppen und die Gesundheitsgefahr durch die zuckerhaltigen Coca-Cola Produkte nicht länger durch manipulierte Studien zu verschleiern. Hier könnt ihr euch den Coca-Cola Report von foodwatch kostenlos downloaden und euch selbst eine Meinung bilden. Wie eure Kinder gesundes Trinken von Anfang an lernen, könnt ihr hier nochmal nachlesen.

Zuckerentwöhnung für die ganze Familie

Raffinierter Zucker ist kein natürliches Produkt. Durch die starke Verarbeitung enthält er keinerlei Nährstoffe dafür einen hohen Energiegehalt. Die WHO empfiehlt nicht mehr als sechs Esslöffel (25 Gramm) Zucker pro Tag zu sich zu nehmen. In den meisten Fertigprodukten ist deutlich mehr enthalten. Zum Beispiel enthält ein Esslöffel Ketchup bereits einen Teelöffel Zucker. Wer seinen Kindern eine gesunde Ernährungsweise mit auf den Weg geben möchte, sollte es daher wenigstens mal für einen gewissen Zeitraum mit der Verbannung von Haushaltszucker versuchen. Sozusagen als Familien Challenge, die dann hoffentlich beibehalten wird. Zum Glück gibt es für jeden Geschmack zuckerfreie Alternativen, die sich leicht selber backen und zubereiten lassen.

Unterstützung beim Einstieg in das neue, zuckerfreie Leben findet ihr zum Beispiel auch in dem tollen GU Buch mit dem Titel Zuckerfrei: Die 40 Tage-Challenge oder in Form des Taschenbuchs von Patrick Hundt Ausgezuckert: Wie du vom Zucker loskommst. Die Bücher sind genial, um in eurem Familienleben endlich einen „richtigen Cut“ zu setzen und auch den eigenen Industriezuckerkonsum in den Griff zu bekommen.

Natürliche Zuckeralternativen finden und verwenden

It´s time to change! Mit Ahornsirup, Honig, Kokosblütenzucker oder Reissirup könnt ihr nach Herzenslust Kuchen und Gebäck backen, und das ohne Industriezucker zu verwenden. Die Süßkraft kommt dem herkömmlichen Zucker sehr nah. Sie alle enthalten natürlich auch reichlich Kalorien. Beim Genuss steigt der Blutzuckerspiegel jedoch im Gegensatz zu Haushaltszucker nur langsam an. Es entsteht nicht so schnell Heißhunger.

Auch mit Rosinen, Feigen, Datteln und anderem gedörrtem Obst könnt ihr problemlos leckere Kekse für Babys und Kleinkinder backen. Die üblichen Babykekse aus dem Drogeriemarkt sind ja leider ebenfalls echte Zuckerbomben. Kein Wunder, das schon die Allerkleinsten davon nicht genug kriegen können und sich bevorzugt daran gerne sattessen.

Künstliche Süßstoffe wie Aspartam, Saccharin und Sucralose sind für eine gesunde Kinderernährung nicht zu empfehlen, da sie ungünstige Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben. Daher verwenden wir bei unseren TeeFee Produkten ausschließlich ein biologisches Stevia Extrakt, mit dem wir unseren Beuteltees und Frühstücksideen eine frische und vor allem kalorienfreie Süße verleihen.

Zucker sparsam einsetzen wie ein Gewürz

Ob Honig oder Industriezucker: Es lohnt sich den Zuckerkonsum der Familie einmal zu erfassen und zu dokumentieren. Mit Zucker solltet ihr so sparsam umgehen wie mit einem Gewürz. Das wusste schon die Oma. Sicher ist nicht jeder bereit, von heute auf morgen komplett auf Süßigkeiten, Muffins oder das Lieblingsmüsli zu verzichten. Wenn aber klar wird, dass es für alles eine Alternative gibt, fällt die Umstellung nicht so schwer. Und Gewohnheiten mal kritisch zu prüfen und zu überdenken, das können wir eigentliche jedem nur raten. Denn oft erzielt man gerade mit kleinen Veränderungen eine große Wirkung.

Hat euch jetzt der Ehrgeiz gepackt und ihr habt ebenfalls Lust auf eine Zucker-Challenge? Oder habt ihr schon Erfahrungen zum Thema „Zuckerfreies Leben mit Kindern“ sammeln können? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

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