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Zuckerarm leben: Ist Fructose eine Gefahr?

Zuckerarm leben: Ist Fructose eine Gefahr?

Schon ein zuckerhaltiges Getränk (wie Saft, Limo oder Cola) pro Tag erhöht das Risiko für Übergewicht und somit langfristig an Typ-2 Diabetes zu erkranken. Denn die zusätzlichen Kalorien werden in der Regel nicht durch entsprechende Aktivität und Bewegung ausgeglichen. Schleichend steigt der Zeiger auf der Waage. Neben Schokolade und Süßkram am Nachmitttag fördern auch viele Fertigprodukte, Wellnessgetränke und Smoothies eine Gewichtszunahme.

Der Grund – sie enthalten einen hohen Anteil an Fructose. Selbst einige Gemüsesorten enthalten reichlich davon. In meinem zweiten Teil meiner Reihe „Zuckerarm leben als Familie“ erfahrt ihr daher heute welche besondere Wirkung Fructose auf den Körper hat und wie ihr ihn zukünftig leichter auf Verpackungen von Lebensmitteln erkennt. Für den richtigen Einstieg in ein neues, unbeschwertes Familienleben!

Was ist Fructose?

Bei Fruchtzucker (oder Fructose, von dem lateinischem Begriff „Frucht“ abgeleitet) handelt es sich um eine natürlich vorkommende Verbindung. Er gehört zur Gruppe der Kohlenhydrate und kommt als Einfachzucker zum Beispiel in Honig, Beeren, Äpfeln und Bananen vor. Da normaler Haushaltszucker in den meisten Fällen aus Zuckerrohr- oder -rüben hergestellt wird, ist er auch dort enthalten.

Damit Kekse, Weingummi, Soft- und Wellnessdrinks lecker süß schmecken, wird gewöhnlich bei der Herstellung ein industriell hergestellter Sirup aus Maisstärke verwendet. Der High-Fructose Corn Sirup (HFCS) ist zwar kostengünstig, kann jedoch bei hohem regelmäßigem Konsum zu gesundheitlichen Problemen führen. Denn er enthält mehr Fructose als herkömmlicher Haushaltszucker:

  • Haushaltszucker: 50 % Fructose und 50 % Glukose
  • Maissirup (HFCS): 55 % Fructose und 45 % Glukose

Gerade Kinder und Jugendliche nutzen bevorzugt zuckerhaltige Getränke, um ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken und nehmen so unnötige leere Kalorien zu sich.

Fakt ist: Wissenschaftler der City University London und University of North Carolina haben ermittelt, dass unter den europäischen Ländern Deutschland bei dem Verzehr von Zuckergetränken an der Spitze liegt. 60 bis 80 g freien Zucker konsumieren Deutsche durchschnittlich pro Tag. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt die Hälfte der Menge. Traurige Bilanz: laut dem Gesundheitsbericht des Robert-Koch-Instituts sind bereits 6 Millionen Menschen in unserem Land am Diabetes Typ II erkrankt. Tendenz steigend. Zeit, den Schalter umzulegen und gezielt die eigene Gesundheit zu fördern.

Wirkung von Fruchtzucker auf den Stoffwechsel

Fructose wird generell insulinunabhängig verstoffwechselt. Das bedeutet, es wird nach dem Verzehr weniger Insulin ausgeschüttet und das Gehirn erhält somit auch keine „Sattmeldung“. Der Hunger nach mehr bleibt also nach wie vor. Wir werden irgendwie nie satt! Zudem macht der süße Geschmack Lust auf mehr. Egal, wie lange die letzte Mahlzeit her ist und wir weder durstig noch hungrig sind.

Bei erhöhtem Fructose Konsum kommt es in der Leber zu einem Überschuss, der sich in Fett umwandelt. Es bildet sich eine Fettleber, mit der häufig eine Erhöhung der Blutfettwerte sowie der Harnsäurekonzentration einhergeht. Ein gesundheitlicher Zustand, der als Auslöser für Gicht, hohen Blutdruck und weitere Herz-/Kreislauferkrankungen gilt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung konnte in seinen Forschungsergebnissen den Zusammenhang zwischen dem gesteigerten Konsum von Fructose und der Entwicklung von Stoffwechselstörungen belegen.

Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Fructose sind vor allem:

  • Apfel (6 g / 100 g)
  • Birne
  • Banane
  • Weintrauben
  • Wassermelonen
  • Kirschen
  • Aprikosen
  • Beeren
  • getrocknete Früchte, besonders Rosinen (33 g / 100 g)
  • Paprika
  • Kiwi
  • Porree
  • Tomaten
  • Nektarinen
  • Weißkohl/Kraut
  • Wirsing
  • Dicke Bohnen
  • Mineralwasser mit Geschmack / Wellnessprodukte
  • Honig
  • Softdrinks
  • süßer Wein

 

Diese Lebensmittel enthalten nur eine geringe Dosis Fruchtzucker:

  • Getreideprodukte aus gemahlenem Mehl, z.B. mit Weizenmehl Typ 405
  • Kartoffeln (Empfehlung maximal drei kleine Kartoffeln/Tag)
  • Quark, Käse, Milchprodukte ohne Früchtezusatz
  • Blattsalate, Spinat, Kräuter
  • Avocado, Champignons, Rhabarber
  • Nüsse
  • Fleisch, Fisch und Eier
  • Wasser, Kaffee und Tee
  • Butter
  • kalorienfreier Zuckerersatz wie Bio-Steviablätter

Lästiges Versteckspiel: Fructose hat viele Namen

Wenn in der Zutatenliste auf einer Verpackung Begriffe stehen wie Maisstärkesirup, Inulin, Fruchtsüße oder Fructooligosaccharid, handelt es sich um Fruchtzucker. Und auch hier gilt: je weiter vorne Fructose steht, desto mehr ist auch im Produkt selbst enthalten. Leider ist es nicht immer leicht die versteckten Zuckerbomben auf die Schnelle zu entlarven. Eine verbraucherfreundliche Nährwertkennzeichnung in Ampelfarben würde sicher helfen. Unsere TeeFee Produkte müssen wir da natürlich nicht vor verstecken, denn sie erhalten ihre natürliche Süße ausschließlich durch den Einsatz von getrockneten Bio-Steviablättern, die gut vertragen werden, köstlich schmecken und keinen Einfluss auf den Stoffwechsel haben. Auch für Menschen mit Fructoseintoleranz eine leckere und kalorienfreie Alternative!

Und jetzt – gar kein Obst mehr essen?

Natürlich nicht. Obst und Gemüse ist fester Bestandteil einer gesunden Ernährung. Ihr dürft davon bis fünf Portionen pro Tag zu euch nehmen. Eine Portion entspricht dabei einem Stück Obst, wie zum Beispiel einem Apfel oder einer Handvoll Weintrauen.

Fruchtsäfte und -smoothies sollten aber lieber die Ausnahme bleiben. Da sie über ähnlich viele Kalorien verfügen wie eine Mahlzeit, sollten sie nicht zusätzlich verzehrt werden. Besser sind grüne Smoothies, sie enthalten wertvolle Vital- und Ballaststoffe, aber nur wenige Kalorien.

Wie immer gilt: das richtige Maß entscheidet!

 

Was versüßt euch das Leben? Oder spielt Zucker in eurem Familienalltag keine Rolle mehr?

Ich freue mich auf eure Kommentare!

Liebe Grüße, eure TeeFee 

 

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