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Wie Kinder Freunde finden

Wie Kinder Freunde finden

Es ist noch gar nicht lange, da holte ich mein großes Herzenskind ziemlich aufgelöst von der Grundschule ab. Dachte natürlich gleich daran, ob es Ärger mit anderen in der Schule gab. „Was ist los mein Schatz, habt ihr euch gestritten?“ „Ach, Mama ich bin so traurig. Heute habe ich ein Kind auf dem Schulhof gesehen, dass anscheinend überhaupt keine Freunde hat. Völlig allein und traurig stand sie da. Wie kann es denn sein, dass sie niemanden zum Spielen hat?“ Von der Empathie der Kleinen ziemlich gerührt, sagte ich ihr, dass es nicht jedem Kind leichtfällt, auf andere zuzugehen. Klar, nach der gut behüteten Kindergartenzeit werden in der Schule die Karten in Sachen Freundschaft neu gemischt. Alle müssen sich erstmal neu orientieren und sich als Klasse „finden“. Wie ihr euer Kind dabei unterstützen könnt neue Freunde zu finden, lest ihr in meinem heutigen Artikel.

„Freundschaften fangen mit Begegnungen an, irgendwie, irgendwo, irgendwann. Und man ahnt nicht, dass dies einer der wichtigsten Menschen im Leben werden kann.“ Autor unbekannt

Freunde finden: Kinder brauchen andere Kinder

Mit Gleichaltrigen können sich Kinder auf einer Ebene austauschen, anders als mit Erwachsenen. Sie brauchen das Gefühl „richtig“ zu sein und gemocht zu werden, um in der neuen Klasse oder Gruppe zurechtzukommen. Je nach Entwicklungsstand des Kindes haben Freundschaften für sie eine unterschiedliche Bedeutung. Handelt es sich bei den unter 3-Jährigen meistens um reine Spielkameraden, gibt es auf einmal in der Schule „beste Freunde“. In der Pubertät orientieren sich die Teens dann eher an Personen, welche die gleichen Wertvorstellungen teilen. Kinder lernen von ihren Eltern, was Freundschaft bedeutet und wie sie gepflegt wird.

Soziales Leben: Eltern sind wichtiges Vorbild

Experten konnten beobachten, dass die Eltern von Kindern, die nur wenige Freunde haben, selbst kaum soziale Kontakte pflegen. Von Anfang an sollten Kinder daher in ihrem Umfeld erleben, wie Freundschaften entstehen und aufgebaut werden. Kinderfreundschaften steigern das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität eurer Kleinen. Nicht immer passt es, auch wenn sich die Eltern der Kids ziemlich gut verstehen. Die Kinder erhalten in Freundschaften eine Rückmeldung auf ihr Verhalten. Das können negative oder positive sein. In jedem Fall für euer Kind eine wertvolle Erfahrung im sozialen Leben.

Freundschaft auf gleicher Augenhöhe – so klappt es

In einer ruhigen Minute solltet ihr versuchen raus zu finden, warum es eurem Kind schwer fällt neue Freundschaften zu schließen oder auf andere Menschen zuzugehen. Vielleicht schämt es sich, irgendwie anders zu sein, ist einfach sehr sensibel oder fremden Kindern gegenüber ängstlich.

Erklärt eurem Kind, dass:

  1. Freunde gleich viel zu sagen und zu bestimmen haben, niemand nimmt eine Sonderrolle ein, ist Anführer oder Bestimmer
  2. Freunde sich mit Respekt begegnen und Kompromisse eingehen
  3. „Spielregeln“ gemeinsam ausgehandelt werden und jeder seine Wünsche einbringen kann
  4. Freunde einander zuhören und auch andere Sichtweisen auf Dinge akzeptieren
  5. Freunde fair miteinander teilen und nicht jeder der Erste sein kann
  6. es sich lohnt den ersten Schritt zu machen und wie daraus auch bei euch schon die schönsten Freundschaften entstanden sind
  7. Statussymbole eine reine Optik sind und nichts über die „innerliche Schönheit“ eines Menschen aussagen, nichts ist schlimmer als erzwungene Freundschaft
  8. ihr immer da seid, um Probleme rund um Freundschaft zu besprechen
  9. sich Freunde auch mal streiten, sich aber nicht gegenseitig weh tun
  10. es nicht schlimm ist, sich Fehler einzugestehen und so Freundschaften weiterführen kann
  11. es besser sein kann viele Freunde zu haben, als sich auf eine bestimmte Person festzulegen
  12. es nicht nur auf andere, sondern das eigene Bauchgefühl hören soll
  13. es einfach so sein soll, wie es ist und anderen nichts vorspielen muss
  14. Freunde sich gegenseitig helfen und unterstützen
  15. Freundschaft glücklich macht und ein Leben ohne Freunde einsam

Neue Freunde finden: Eltern sollten geduldig und gelassen bleiben

Manchmal ist es ein auf und ab. Es dauert bis die Erstklässler so richtig in ihrer Klasse angekommen sind. Nicht nur für die Lehrer ist es eine große Herausforderung aus der zusammengewürfelten Klasse eine Gemeinschaft zu machen. Auch die Kinder brauchen Zeit sich zurechtzufinden und zu erkennen, wen sie mögen und wen eher nicht. Das Beste was ihr als Eltern tun könnt ist abwarten und Tee trinken; Ruhe zu bewahren und das Kind bei seiner Freunde-Suche positiv zu unterstützen. Zeigt eurem Kind wie es Kontakt zu neuen Kindern aufnehmen kann und macht Spielvorschläge, die beiden gefallen. Schafft eine entspannte und schöne Spielzeit bei euch zuhause, auf dem Spielplatz oder im Park. Der Spaß für die Kids sollte immer im Vordergrund stehen und nicht aus welchem Umfeld der neue Freund kommt!

Hat euer Kind schon feste Freundschaften oder fällt es ihm eher schwer neue Freunde zu finden? Ich freue mich auf eure Kommentare und Berichte! Liebe Grüße, eure TeeFee

 

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